Sitemap

Finde uns auf Facebook

 

SCANIA

Überblick

Hauptsitz Södertälje/Schweden
Umsatz 9,3 Milliarden Euro (2007)
jährlicher Absatz 43.600 Fahrzeuge
Verkaufsstützpunkte weltweit über 1000
Servicewerkstätten 1600
Mitarbeiter ca. 34.000
Beschäftige im Händlernetz 20.000
Absatz LKW       Omnibusse    Motoren     Dienstleistungen      Gebrauchtfahrzeuge
  56 %           9 %             1 %                23 %                        11 %
vertreten in mehr als 100 Ländern (u. a. Schweden, Polen, Niederlande, Frankreich, Brasilien, Argentinien, Mexiko, Afrika, Asien, Australien)
Börse seit 1996 an Stockholmer Wertpapierbörse

Entwicklung
(gebaute Fahrzeuge)

  1983        1987       1990       1993           2000
400.000     500.000   600.000    700.000      1.000.000

 

Aktuelle Markt- und Unternehmenssituation

Das Scania-Programm umfasst Lastkraftwagen, Bau- und Sonderfahrzeuge sowie Linien- und Reisebusse. Dabei bewegt sich das Gesamtgewicht der einzelnen Fahrzeuge zwischen 18 und 32 Tonnen und die Motorleistung zwischen 230 und 620 PS.
Im Hinblick auf die Verkaufszahlen der schweren LKW lag Scania europaweit und auch in Deutschland auf Platz 5, in Schweden auf Platz 2. Während Scania-Produkte in den USA nicht präsent sind, findet man sie auf dem argentinischen und dem brasilianischen Markt, aber auch in Australien und Südafrika, ohne dass sie dort allerdings eine besondere Rolle spielen.
Im Sektor der Bus-Produktion ist Scania auf den Märkten des eigenen Landes  sowie in Spanien und Großbritannien gut vertreten.

Besitzverhältnisse

Die Volkswagen AG besitzt gegenwärtig 37,73 % des Kapitals und 68,60 % der Stimmrechte, MAN 17 % der Simmrechte, an denen die Volkswagen AG mit 30 % beteiligt ist. Investor AB und Stiftungen der Familie Wallenberg besitzen 20,1 % bzw. 10,5 % der Stimmrechte. Laut Volkswagen AG soll Scania als selbstständiges, börsennotiertes Unternehmen erhalten bleiben.

Unternehmensgeschichte

Der Name „Scania" ist von dem lateinischen Namen der schwedischen Provinz Schonen abgeleitet. Ursprünglich existierten 2 Firmen:
-    die Maskinsfabriks Aktiebolaget Scania in Malmö (gegr. 1900)
-    die Vagn Aktie Bolaget I Södertälje (gegr. 1891)
In den Maskinsfabriks Scania wurden zunächst Güterwagen für die schwedische Staatsbahn sowie Walzprodukte produziert, ehe  man 1903 mit der Produktion von Nutzfahrzeugen begann.
Die Vagn Aktie Bolaget stellte neben Kutschen zunächst ebenfalls Eisenbahnwagen her und begann 1907 mit der LKW-Produktion und 1907 mit der Herstellung von Motoren und Automobilen.
Beide Firmen schlossen sich 1911 zu Scania Vobis zusammen, die seit 1919 ausschließlich LKW produzierte. Als nach dem Ersten Weltkrieg die Nachfrage nach LKW zurückging, war Scania zahlungsunfähig. 1921 wurde das Unternehmen neu gegründet, behielt aber seinen Namen. Die bisherige Produktion von Ottomotoren wurde  auf  Dieselmotoren umgestellt.  Es folgten Frontlenker-Omnibusse (1932) und Frontlenker-LKW (1933).
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Scania-Vabis Generalimporteur für VW in Schweden (1948). Knapp anderthalb Jahrzehnte später expandierte Scania  nach Brasilien (1962) und in die Niederlande (1965). Seit 1963 wurden wieder Frontlenker-LKW gebaut.
Die erste Niederlassung in Deutschland entstand 1968 unter Weglassung des Namen-Zusatzes „Vabis". Seit Scania 1969 mit Saab fusionierte, trug das Unternehmen den Namen „Scania-Saab", wurde aber nach der Trennung von Saab wieder ein eigenständiges Unternehmen.

Das Firmenlogo wurde von dem schwedischen Künstler Carl Fredrik Reuterswärd entworfen. Es beinhaltet den Schonenen Greif, der ein Teil des Wappens der schwedischen Region Schonen ist.

Modell- und Technikgeschichte

Noch bevor die beiden ursprünglichen Betrieb sich 1911 zusammenschlossen, produzierten sie LKW für eine Nutzlast von 1,7 Tonnen (Scania) bzw. 2- 3 Tonnen (Vabis). Vor dem ersten Weltkrieg betrug die mögliche Nutzlast bereits 6 Tonnen.  Den Bedürfnissen des Ersten Weltkrieges angepasst, wurden Fahrzeuge mit Vorder- und Hinterachsantrieb, seit 1920 mit einer dritten antriebslosen Achse produziert.


1927
1932
1933
1936
1944
ab 1949
ab 1953
ab 1958
1961
1963

1964
1968



1969

1972
1973
1976
1980




1982
1988
1989
1992
1995
1998
2000
2005

2006

1. Versuche mit Dieselmotoren
1. Frontlenker-Omnibus
1. Frontlenker-LKW
Verwendung eigener Dieselmotoren nach Lizenz von der Humboldt-Deutz AG
Scania-Vabis F 10 und L 10 (8 - 9 Tonnen Gesamtgewicht
L 40 (9 - 10 Tonnen Gesamtgewicht), L 60 (10 - 12 Tonnen Gesamtgewicht)
Modelle L 51, L 71, LS 71
L55, LS 55, L 75, LS 75 mit stärkeren Motoren und verändertem Aussehen
LS 75 mit Turbomotor (über 200 PS)
L 56, L 76 mit gesteigerter Motorleistung; Frontlenkermodell LB 76 (L = Lastkraftwagen, B = Bulldogg) - Äußeres im Gegensatz zu anderen europäischen Herstellern noch leicht rundlich
L 36 (10 Tonnen Gesamtgewicht)
Bezeichnung nur noch „Scania"
Fusion mit Saab, Firmenname: Saab-Scania
kastenförmiges Fahrerhaus für Frontlenker
Umstellung der Typenbezeichnungen (L 36 -> L 50, L 56 -> L 80, L 76 -> L 110
LB 114 mit 350 PS als Frontlenker
neues Frontlenkerfahrerhaus für LB 80
L 140 mit stärkerem Motor, neuer Kabine und neuer, einteiliger Motorhaube
Serie 1 (Wechsel von LB 110 zu LB 111, L 55 zu L 56)
Maximale Motorleistung des Scania-Programms: 375 PS
Serie 2 Erneuerung der Fahrerhäuser (Querbalken für alle Modelle, Frontscheiben schräg gestellt), Wegfall der Bezeichnung LB für Frontlenker, für Haubenwagen Zusatz T vor Nummer, Kennbuchstaben für Rahmentragfähigkeit hinter den Nummern (M = mittelschwer, H = schwer, E = extra schwer), analog für leichtere Fahrzeuge (R = Fernverkehr, P = gehobener Verteiler- und Fernverkehr, G = einfachste Ausführung)
V8-Motor mit 420 PS, 14 Liter Hubraum
Serie 3 Überarbeitete Technik, Neugestaltung des Inneren der Fahrerhäuser
Steigerung der Motorleistung auf 470 PS
500 PS für Scania 143, für optimalen Luftwidderstand veränderte Fahrerhäuser
Serie 4 mit rundlicherem Kabinendesign, abgerundeten Stoßstangen und Außenkanten
Motoren mit Hubräumen von 9, 11, 12, 14 Litern und 230, 530 PS
16-Liter-Aggregat mit 580 PS
Serie R für höhere Fernverkehrskabinen, Serie P für niedrigere Verteilerverkehrskabinen
Einstellung der Produktion von T-Haubenfahrzeugen
Vereinheitlichung der Scheinwerferposition für alle Modelle (2 Fernscheinwerfer, optionale Scheinwerfer unter den Nebelleuchten)