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Überblick
Aktuelle Markt- und Unternehmenssituation
Das Scania-Programm umfasst Lastkraftwagen, Bau- und Sonderfahrzeuge sowie Linien- und Reisebusse. Dabei bewegt sich das Gesamtgewicht der einzelnen Fahrzeuge zwischen 18 und 32 Tonnen und die Motorleistung zwischen 230 und 620 PS. Im Hinblick auf die Verkaufszahlen der schweren LKW lag Scania europaweit und auch in Deutschland auf Platz 5, in Schweden auf Platz 2. Während Scania-Produkte in den USA nicht präsent sind, findet man sie auf dem argentinischen und dem brasilianischen Markt, aber auch in Australien und Südafrika, ohne dass sie dort allerdings eine besondere Rolle spielen. Im Sektor der Bus-Produktion ist Scania auf den Märkten des eigenen Landes sowie in Spanien und Großbritannien gut vertreten. Besitzverhältnisse Die Volkswagen AG besitzt gegenwärtig 37,73 % des Kapitals und 68,60 % der Stimmrechte, MAN 17 % der Simmrechte, an denen die Volkswagen AG mit 30 % beteiligt ist. Investor AB und Stiftungen der Familie Wallenberg besitzen 20,1 % bzw. 10,5 % der Stimmrechte. Laut Volkswagen AG soll Scania als selbstständiges, börsennotiertes Unternehmen erhalten bleiben. Unternehmensgeschichte Der Name „Scania" ist von dem lateinischen Namen der schwedischen Provinz Schonen abgeleitet. Ursprünglich existierten 2 Firmen: - die Maskinsfabriks Aktiebolaget Scania in Malmö (gegr. 1900) - die Vagn Aktie Bolaget I Södertälje (gegr. 1891) In den Maskinsfabriks Scania wurden zunächst Güterwagen für die schwedische Staatsbahn sowie Walzprodukte produziert, ehe man 1903 mit der Produktion von Nutzfahrzeugen begann. Die Vagn Aktie Bolaget stellte neben Kutschen zunächst ebenfalls Eisenbahnwagen her und begann 1907 mit der LKW-Produktion und 1907 mit der Herstellung von Motoren und Automobilen. Beide Firmen schlossen sich 1911 zu Scania Vobis zusammen, die seit 1919 ausschließlich LKW produzierte. Als nach dem Ersten Weltkrieg die Nachfrage nach LKW zurückging, war Scania zahlungsunfähig. 1921 wurde das Unternehmen neu gegründet, behielt aber seinen Namen. Die bisherige Produktion von Ottomotoren wurde auf Dieselmotoren umgestellt. Es folgten Frontlenker-Omnibusse (1932) und Frontlenker-LKW (1933). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Scania-Vabis Generalimporteur für VW in Schweden (1948). Knapp anderthalb Jahrzehnte später expandierte Scania nach Brasilien (1962) und in die Niederlande (1965). Seit 1963 wurden wieder Frontlenker-LKW gebaut. Die erste Niederlassung in Deutschland entstand 1968 unter Weglassung des Namen-Zusatzes „Vabis". Seit Scania 1969 mit Saab fusionierte, trug das Unternehmen den Namen „Scania-Saab", wurde aber nach der Trennung von Saab wieder ein eigenständiges Unternehmen. Das Firmenlogo wurde von dem schwedischen Künstler Carl Fredrik Reuterswärd entworfen. Es beinhaltet den Schonenen Greif, der ein Teil des Wappens der schwedischen Region Schonen ist. Modell- und Technikgeschichte Noch bevor die beiden ursprünglichen Betrieb sich 1911 zusammenschlossen, produzierten sie LKW für eine Nutzlast von 1,7 Tonnen (Scania) bzw. 2- 3 Tonnen (Vabis). Vor dem ersten Weltkrieg betrug die mögliche Nutzlast bereits 6 Tonnen. Den Bedürfnissen des Ersten Weltkrieges angepasst, wurden Fahrzeuge mit Vorder- und Hinterachsantrieb, seit 1920 mit einer dritten antriebslosen Achse produziert.
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